Die Paris Motor Show 2026 zeigte vom 12. bis 18. Oktober, wie vielfältig Fahrspaß im elektrischen Zeitalter werden kann. Unsere Top 10 reicht vom handgeschalteten V6-Sportwagen bis zum 1.169 PS starken Elektro-GT – geordnet nach dem einfachen Kriterium: Welches Auto würden wir am liebsten sofort fahren?
Die Rangliste verbindet seriennahe Fahrzeuge mit radikalen Studien. Technische Daten allein entscheiden dabei nicht, denn Leichtbau, Proportionen, Bedienung und eine überzeugende Idee hinter dem Antrieb sind mindestens ebenso wichtig.
10 Lotus Emira V6 SE
Mit 400 bhp, Kompressor-V6 und optionalem Sechsgang-Schaltgetriebe wirkt der Emira zwischen den elektrischen Studien fast wie ein rollender Gegenentwurf. Der Mittelmotor-Sportwagen erreicht laut Lotus bis zu 290 km/h und absolviert den Sprint auf 100 km/h in 4,3 Sekunden. Noch wichtiger als diese Werte ist seine klassische Rezeptur aus hydraulisch unterstützter Lenkung, niedrigem Gewicht und direkter Mechanik.
Der Emira ist keine Weltpremiere der Messe, aber ein wichtiges Statement. Während fast alle großen Neuheiten elektrische Leistung inszenieren, erinnert der Lotus daran, wie intensiv ein kompakter Sportwagen mit Verbrennungsmotor und Handschaltung sein kann.
9Smart #2
Der neue Smart #2 kehrt zum ursprünglichen Gedanken der Marke zurück: zwei Sitze, extrem kompakte Abmessungen und maximale Beweglichkeit in der Stadt. Der elektrische Zweisitzer bietet nach vorläufigen WLTP-Angaben bis zu 290 Kilometer Reichweite, einen Wendekreis von 6,95 Metern und DC-Laden mit bis zu 65 kW.
Das klingt nicht nach Rennstrecke, aber nach überraschend viel Fahrspaß auf engem Raum. Gerade weil Autos ständig größer werden, wirkt diese Konzentration auf urbane Agilität erfrischend konsequent.
8Citroën 2 CV Concept
Mit einer Länge von 3,76 Metern überträgt der Citroën 2 CV Concept die Grundidee der Ente in das elektrische Zeitalter. Er soll leicht, praktisch und bezahlbar bleiben, statt sich über extreme Leistung oder riesige Displays zu definieren. Citroën stellt für 2028 ein davon inspiriertes Serienmodell in Aussicht.
Wir würden ihn sofort fahren, weil sein Reiz nicht aus Beschleunigungswerten entsteht. Interessanter wäre die Frage, ob Komfort, Leichtigkeit und charmante Einfachheit auch in einem modernen Elektroauto funktionieren können.
7Opel Corsa GSE
Der Corsa GSE ist kein fernes Versprechen, sondern ein elektrischer Hot Hatch für die Straße. Seine 207 kW beziehungsweise 280 PS und 345 Nm beschleunigen den Kleinwagen in 5,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Dazu kommen ein tiefergelegtes Sportfahrwerk, eine Hochleistungsbremsanlage von Alcon und eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.
Damit zeigt Opel, dass kompakte Performance nicht zwangsläufig vierstellige Leistungswerte benötigt. Entscheidend wird sein, ob der GSE sein Gewicht kaschieren und die spielerische Agilität früherer schneller Corsa-Generationen neu interpretieren kann.
6Renault 8 Gordini Concept
Renault verwandelt die historische R8 Gordini in ein zweisitziges Elektro-Coupé mit 270 PS und Hinterradantrieb. Breite Proportionen, Rallye-Anleihen und die charakteristische blaue Lackierung mit weißen Streifen schaffen eine überzeugende Verbindung zur Motorsportgeschichte der Marke.
Leider bleibt der Gordini ein Einzelstück und reines Designprojekt. Genau deshalb möchten wir wissen, ob die Kombination aus kompaktem Format, Heckantrieb und spontanem Elektro-Drehmoment so lebendig fährt, wie sie aussieht.
5Alfa Romeo Cuorerosso
Für den Cuorerosso nennt Alfa Romeo bewusst keine spektakulären Beschleunigungswerte. Die Studie ist ein Designmanifest, das italienische Formen, Fahrerorientierung und künftige flexible Multi-Energy-Architekturen zusammenführt. Sie soll keine direkte Vorschau auf ein einzelnes Serienmodell sein, sondern den Charakter kommender Alfa Romeo prägen.
Das macht den Wagen nicht weniger reizvoll. In einer Zeit technisch ähnlicher Plattformen verspricht der Cuorerosso, dass Ergonomie, Lenkgefühl und emotionale Proportionen weiterhin wichtiger sein können als die Art des Energiespeichers.
4Peugeot RCZ Vision
Der RCZ Vision bringt das kompakte Peugeot-Coupé als futuristischen Elektro-Sportler zurück. Die Studie kombiniert 500 PS mit einer angestrebten Reichweite von bis zu 600 Kilometern, 1.000-Volt-Technik und einer gemeinsam mit Factorial Energy entwickelten Festkörperbatterie. Der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent soll weniger als zehn Minuten dauern.
Besonders spannend sind die elektronischen Lenk- und Bremssysteme ohne klassische mechanische Verbindung. Wenn Peugeot dieses Technikpaket mit einem natürlichen Pedal- und Lenkgefühl verbindet, könnte der RCZ Vision mehr als ein spektakulärer Messestar sein.
3Alpine A310 Vision
Der A310 Vision ist mit 4,55 Metern Länge, nur 1,18 Metern Höhe und bis zu 2,03 Metern Breite eine kompromisslose Erscheinung. Alpine bezeichnet ihn ausdrücklich als eigenständige Designstudie und nicht als angekündigtes Serienmodell. Seine extrem niedrige Kabine, das geteilte Heckelement und die neue APP-Plattform zeigen dennoch, welchen Spielraum die Marke für künftige Sportwagen sieht.
Die offizielle Alpine-Präsentation des A310 Vision betont bewusst Proportionen und Aerodynamik statt Leistungsdaten. Wir würden trotzdem sofort einsteigen, denn kaum eine andere Studie der Messe wirkt so konsequent um Fahrer und Straße gezeichnet.
2Mercedes-AMG GT 63 4-Türer
Drei Axialflussmotoren, bis zu 1.169 PS und 2.000 Nm machen den GT 63 4-Türer zu einem der technisch extremsten Serienautos der Messe. Ohne Rollout benötigt er laut Hersteller 2,4 Sekunden bis 100 km/h; mit Fahrerpaket sind bis zu 300 km/h möglich. Die nutzbare 106-kWh-Batterie arbeitet mit 800 Volt und kann kurzzeitig mit bis zu 600 kW laden.
Trotz 2.460 Kilogramm soll der AMG nicht nur auf der Geraden überzeugen. Die offiziellen technischen Daten des AMG GT 4-Türers versprechen aktives Fahrwerk, variable Kraftverteilung und bis zu 696 Kilometer WLTP-Reichweite.
1Peugeot E-T16 Concept
Der Peugeot E-T16 Concept ist unsere Nummer eins, weil er Rallye-Historie und elektrische Übertreibung ohne falsche Zurückhaltung verbindet. Drei Motoren leisten gemeinsam 816 PS, der Sprint auf 100 km/h soll 2,5 Sekunden dauern und 300 km/h werden laut Peugeot nach 16 Sekunden erreicht. Vier Bremsscheiben mit 380 Millimetern Durchmesser und aktives Torque Vectoring unterstreichen den ernsthaften technischen Ansatz.
Der Hyperhatch erinnert an den 205 T16, kopiert ihn aber nicht. In den offiziellen Informationen zum Peugeot E-T16 wird er als stärkster Peugeot der Geschichte bezeichnet – und genau diese Mischung aus kompaktem Format, Allradantrieb und radikaler Leistung möchten wir erleben.
Verbrenner gegen Elektro auf der Paris Motor Show
Sieben unserer zehn Kandidaten sind ausdrücklich vollelektrisch. Bei Alpine A310 Vision und Alfa Romeo Cuorerosso steht kein finaler Serienantrieb im Mittelpunkt, während der Lotus Emira klar als klassischer Verbrenner auftritt. Die offizielle Ausstellerübersicht der Paris Motor Show bestätigt damit einen Trend, der in fast jeder Halle sichtbar war.
Elektroautos dominieren nicht mehr nur bei Effizienz und Stadtverkehr, sondern auch bei Hot Hatches, Coupés und viertürigen Hochleistungsmodellen. Der Verbrenner kontert mit Klang, geringerem Gewicht und mechanischer Interaktion – Eigenschaften, die der Emira besonders glaubwürdig vertritt.
Vom Messetraum zum eigenen Fahrerlebnis
Viele dieser Messefahrzeuge bleiben Studien oder sind im Alltag kaum zugänglich. Über DRIVAR kannst du die Faszination leistungsstarker Autos dennoch praktisch erleben und unterschiedliche Antriebskonzepte selbst vergleichen. Je nach Angebot stehen Sportwagen für Straßenfahrten, geführte Touren oder Einsätze auf abgesperrten Strecken bereit.
Vor der Fahrt erhältst du eine Einweisung in Fahrzeug, Bedienelemente und Sicherheitsregeln. Prüfe bei der Buchung außerdem Voraussetzungen wie Mindestalter, Führerscheinregelungen und mögliche Selbstbeteiligungen – dann steht das Fahrerlebnis auf einer soliden Basis.
Paris zeigt: Fahrspaß verschwindet nicht – er wechselt nur häufiger die Energiequelle.
Fazit
Die Paris Motor Show 2026 macht deutlich, dass elektrische Antriebe längst nicht mehr nur mit Vernunft argumentieren. Modelle wie der E-T16, der AMG GT und der Renault 8 Gordini übersetzen Motorsport-Ideen in eine neue technische Sprache, während Smart und Citroën das andere Ende des Leistungsspektrums abdecken.
Trotzdem bleibt der Lotus Emira wichtig: Er zeigt, welche Qualitäten beim Wechsel zum Elektroantrieb nicht automatisch erhalten bleiben. Die spannendsten Autos der kommenden Jahre werden deshalb nicht zwingend die stärksten sein, sondern jene, die Leistung, Gewicht, Rückmeldung und Charakter am glaubwürdigsten verbinden.
| Zahlen, Daten, Fakten | |
|---|---|
| Veranstaltungszeitraum | 12. bis 18. Oktober 2026 |
| Veranstaltungsort | Paris Expo Porte de Versailles |
| Höchste Serienleistung der Auswahl | 1.169 PS |
| Leistung des Peugeot E-T16 Concept | 816 PS |
| Explizit vollelektrische Kandidaten | 7 von 10 |
Quelle: Paris Motor Show 2026 – offizielle Website
Häufige Fragen
Wann fand die Paris Motor Show 2026 statt?
Die Paris Motor Show 2026 wurde vom 12. bis 18. Oktober 2026 auf dem Gelände der Paris Expo Porte de Versailles veranstaltet. Der 12. Oktober war vor allem den Pressekonferenzen und Premieren gewidmet.
Welche Autos waren die größten Highlights der Paris Motor Show 2026?
Zu den auffälligsten Neuheiten gehörten der Peugeot E-T16 Concept, der elektrische Mercedes-AMG GT 4-Türer, der Alpine A310 Vision und der Peugeot RCZ Vision. Daneben sorgten kompakte Modelle wie der Opel Corsa GSE und der Smart #2 für Aufmerksamkeit.
Gab es auf der Paris Motor Show 2026 noch Verbrenner?
Ja, allerdings bestimmten elektrische Fahrzeuge und Studien das Bild. Der Lotus Emira V6 SE repräsentierte in unserer Auswahl den klassischen Verbrenner-Sportwagen mit Mittelmotor, Handschaltung und Kompressor-V6.
Kann man die Concept Cars der Paris Motor Show kaufen?
Viele Studien wie der Peugeot E-T16, der Alpine A310 Vision und der Renault 8 Gordini Concept sind nicht als Serienmodelle angekündigt. Serienfahrzeuge wie der Opel Corsa GSE, der Smart #2 und der Mercedes-AMG GT 4-Türer sind dagegen deutlich näher am realen Straßenverkehr.
Welches Auto der Paris Motor Show 2026 war am stärksten?
Unter den hier ausgewählten Fahrzeugen bietet der Mercedes-AMG GT 63 4-Türer mit bis zu 1.169 PS die höchste Spitzenleistung. Der Peugeot E-T16 Concept folgt mit 816 PS, ist allerdings eine extreme Studie und kein angekündigtes Serienfahrzeug.